Viele Strömungen

gibt es:
Anarchosyndikalisten, Anarcho-Primitivisten, sozialistische Anarchisten, Individualistische Anarchisten,
grüne, rote, gelbe, lila Anarchos….

DER Anarchismus hat unzählige Strömungen mit verschiedenen Positionen und Strategien.
Einige haben fast widersprüchliche zumindest aber eigene Ansichten.
Dies zeigt vor allem, dass DER Anarchismus keine Einheitsmeinung ist.
Darum geht es auch gar nicht, denn was sie vereint, ist einfach ein grundlegendes Bedürfniss:

DIE Anarchie.
Das Bedürfnis sein Leben selbstbestimmt zu leben, seinen Mitmenschen auf gleicher freier Ebene zu begegnen.
Ein Austausch frei von Zwang oder Bevormundung, der die Menschen ermöglicht gemeinsam die Verantwortung zu übernehmen für eine Welt in der wir unsere Freiheit gemeinsam ausleben können.
Dieses Bedürfnis richtet sich direkt auf das Leben des Einzelnen. Eben nicht im Gefängnis seines Individuums (= seiner Meinung, sein Egoismus, sein Besitz) eingesperrt zu bleiben, sondern mit den Anderen wirklich in Kontakt zu treten, sein Menschsein im anderen Mensch zu erkennen.
Wenn wir daher die Herrschaft abschaffen wollen, sollten wir uns zuerst den Machtverhältnissen zuwenden die inzwischen fester Bestandteil der Individuen geworden sind. Sie sind die Grundlage geworden auf dennen das individuelle Leben aufbaut, so dass sie unumgänglich und alternativlos scheinen. Diese Machtverhältnisse sind etwas konstruiertes, künstliches. Praktische Bedeutung gewinnen sie dadurch, dass die gesamte materielle Grundlage jedes Teils des menschlichen Lebens durch sie kontrolliert und strukturiert wird. Ob es um die Lohnarbeit, jedweden Konsum oder auch die kulturelle Ausgestaltung der Freizeit geht. Überall findet sich der Mensch relativ isoliert, getrennt durch wirtschaftliche Beziehungen die eine Trennung vom Wirklichen darstellen.

Diese fiktive Trennung, die den Menschen seiner Macht und Freiheit beraubt sich mit anderen zusammenzuschliessen, ist bis in die Linke hinein verbreitet und drückt sich am besten in dem Allgemeingut gewordenen Satz aus:
“Meine Freiheit endet dort wo die der Anderen beginnt”

Dies konstituiert die absolute Getrenntheit, der automatische Wettbewerb um die Freiheit. Sie führt zu Angst und misstrauen gegenüber dem “Anderen”, der meine Freiheit beschneiden könnte…

Dem widerspricht der Anarchismus radikal, mit den Worten Bakunins:
“Nur dann bin ich wahrhaft frei,
wenn alle Menschen, die mich umgeben, genauso frei sind wie ich.
Die Freiheit der Anderen, weit davon entfernt davon meiner Freiheit eine Beschränkung zu sein,
ist im Gegenteil ihre notwendige Vorrausettzung und Bejahung ”

LASST UNS ZUSAMMEN FREI SEIN!
Lasst uns unsere Bedürfnisse gemeinsam organisieren!




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